Prinzipien hinter dem Provenance Manifest
Die grundlegenden Pfeiler moderner Entscheidungs-Governance. Unternehmensgedächtnis wird durch Transparenz und Verantwortlichkeit als strategisches Asset behandelt.
1 Entscheidungen sind erstklassige Artefakte
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Entscheidungen sind erstklassige Artefakte
Jede Architektur, jedes Produktverhalten, jeder operative Prozess und jede Incident-Reaktion entsteht aus Entscheidungen. Organisationen sollten Entscheidungen mit derselben Strenge behandeln wie Quellcode.
2 Entscheidungen müssen Kontext tragen
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Entscheidungen müssen Kontext tragen
Eine Entscheidung ohne Annahmen, Alternativen, Risiken und Begründung ist unvollständig. Kontext verwandelt eine Entscheidung von einer Aussage in Wissen.
3 Entscheidungen entwickeln sich weiter, werden aber nie gelöscht
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Entscheidungen entwickeln sich weiter, werden aber nie gelöscht
Entscheidungen können überarbeitet, ersetzt oder verzweigt werden, doch ihre Geschichte muss erhalten bleiben. Die Intelligenz einer Organisation wächst durch die Evolution von Begründungen, nicht durch das Umschreiben der Vergangenheit.
4 Entscheidungen müssen abfragbar sein
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Entscheidungen müssen abfragbar sein
Organisationen sollten fragen können: Warum wurde dieses System so entworfen? Welche Annahmen rechtfertigten diese Entscheidung? Welche Risiken wurden akzeptiert? Institutionelles Gedächtnis muss so strukturiert sein, dass diese Antworten sofort abrufbar sind.
5 Entscheidungen müssen zuordenbar sein
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Entscheidungen müssen zuordenbar sein
Jede bedeutende Entscheidung braucht einen Verantwortlichen. Verantwortlichkeit ermöglicht Vertrauen, Governance und verantwortungsvolle Veränderungen.
6 KI muss innerhalb von Entscheidungs-Governance arbeiten
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KI muss innerhalb von Entscheidungs-Governance arbeiten
Künstliche Intelligenz kann Code, Architektur und Lösungen erzeugen. Sie muss jedoch innerhalb eines nachvollziehbaren Entscheidungsrahmens arbeiten, in dem Begründungen, Annahmen und Freigaben sichtbar bleiben. KI beschleunigt die Ausführung. Provenance bewahrt die Verantwortlichkeit.
7 Institutionelles Gedächtnis ist ein strategisches Asset
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Institutionelles Gedächtnis ist ein strategisches Asset
Organisationen, die die Begründungen hinter ihren Systemen bewahren, bewegen sich schneller, vermeiden Wiederholungsfehler und treffen bessere Entscheidungen. Wissen akkumuliert sich. Für moderne Organisationen wird die Herkunft von Entscheidungen zu intellektuellem Kapital.